Interzonenautobahn Berlin 1955
Historische Aufnahme: Interzonenautobahn Berlin 1955
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Das Standbild zeigt zwei Wegweiser an einer Straße am Stadtrand Berlins: Ein deutsches Richtungsschild weist auf die Autobahn in Richtung Helmstedt (172 km) hin, daneben lenkt ein englischsprachiges Schild zum ‚Check Point Baker‘. Helmstedt war der westdeutsche Grenzübergang zur Sowjetischen Besatzungszone, sodass dieses Schilderpaar den einzigen Landweg zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik markiert. Check Point Baker war einer der alliierten Kontrollpunkte auf dem Interzonenweg, an dem Reisende die sowjetisch kontrollierte Zone betraten. Die Schilder verkörpern die geopolitische Isolation West-Berlins im Kalten Krieg: Die Stadt war von sowjetisch besetztem Gebiet umschlossen, und jede Landreise in den Westen führte zwingend durch die DDR. Das Nebeneinander von deutschem Kilometerzeiger und englischem Militärschild verdeutlicht die alliierte Präsenz und die geteilte Kontrolle über die Zugangswege zur eingeschlossenen Stadt.
