Tafel Demokratischer Sektor von Gross-Berlin 1955
Archivfoto: Tafel Demokratischer Sektor von Gross-Berlin 1955
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Das Schild markiert den Beginn des Demokratischen Sektors von Groß-Berlin und stand 1955 an einem der Übergänge zwischen dem Westberliner und dem Ostberliner Sektor. Die schlichte, großformatige Tafel mit ihrer nüchternen Typografie macht die Teilung der Stadt zu einem sichtbaren, alltäglichen Faktum: Eine unsichtbare politische Grenze wird hier im öffentlichen Raum materialisiert. Im Hintergrund sind Stacheldraht und Gebäude zu erkennen, die die Kontrollsituation an der Sektorengrenze andeuten. Solche Schilder gehörten zum charakteristischen Erscheinungsbild des geteilten Berlin im Kalten Krieg und verdeutlichten Passanten wie Besuchern unmissverständlich den Wechsel zwischen zwei politischen Systemen. Der Begriff ‚Demokratischer Sektor‘ war die offizielle Selbstbezeichnung der DDR-Behörden für den sowjetisch kontrollierten Ostteil Berlins – ein Propagandabegriff, der den ideologischen Anspruch der ostdeutschen Seite spiegelt.
