„Hauptstadt der Bewegung – München“ – US-Soldaten tragen das NS-Stadtschild ab, 29. April 1945
Drei Soldaten der 7. US-Armee tragen am Münchner Stadtrand das offizielle NS-Stadtschild „Hauptstadt der Bewegung – München“ als Trophäe weg.
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Die NSDAP hatte München 1935 zur „Hauptstadt der Bewegung“ erklärt — als Erinnerung an den Hitlerputsch von 1923 und das Parteizentrum am Königsplatz. Entsprechende Ortsschilder standen seitdem an allen Zufahrtsstraßen. Beim Einmarsch der 7. US-Armee am 29. April 1945 montierten Soldaten — vermutlich der 42. Infanteriedivision („Rainbow“) oder der 45. Infanteriedivision („Thunderbird“), die beide an diesem Tag München erreichten — diese Schilder als Trophäen ab und ließen sich damit fotografieren. Eine symbolische Geste, die die Niederlage des Regimes an seinem ideologischen Gründungsort sichtbar machte. Das Bild gehört zu den bekanntesten Aufnahmen der Befreiung Münchens und wurde weltweit in der Presse verbreitet.
